Kunst- und LiteraTourtage: Vortrag Samuele Giovanoli – der «Paradiesmaler» aus dem Fextal
Ein Vortrag von Dr. Mirella Carbone.
Der aus einer Bauernfamilie aus Soglio (Bergell) stammende Samuele Giovanoli (1877-1941) begleitete mit elf Jahren zum ersten Mal seinen Vater, der im Sommer das Vieh auf die Alp ins Fextal trieb. Für den Jungen war es Liebe auf den ersten Blick für das sonnige Tal, in dem er sich mit 18 Jahren niederliess und den Rest seines Lebens verbrachte. Giovanoli war ein ausserordentlich sensibler Geist mit ausgeprägtem Wissenshunger und philosophisch-literarischen Interessen. Er lernte Deutsch, um Nietzsche, Goethe und Schiller in der Originalsprache lesen zu können. Das Malen, das er erst zehn Jahre vor seinem Tod autodidaktisch erlernte, wurde ihm zum idealen Ausdrucksmittel seiner Ideenwelt und seiner Gefühle. Giovanolis Gemälde erzählen von seiner grossen Liebe zur Engadiner und Fexer Natur, aber auch von seiner Einsamkeit in ihr. Sie drücken das Grundgefühl des Malers aus, von Rätseln und Geheimnissen umgeben zu sein, und sein Bedürfnis, diesen Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Es lohnt sich, den Untiefen nachzuforschen, die in seinen als «Paradiesbilder» bekannt gewordenen Darstellungen der Natur mitschwingen und das vermeintlich Idyllische in eine enigmatische, zuweilen auch unheimliche Atmosphäre tauchen.
Zu Lebzeiten verkannt und nach dem Tod zunächst vergessen, ist Giovanoli heute als ein Vertreter der Schweizer Naiven Malerei über die Kantonsgrenzen
hinaus bekannt und geschätzt.
An den Vortrag schliesst der 20-minütige Dokumentarfilm «Samuel Giovanoli» an, den das Schweizer Fernsehen DRS als eine Folge der Sendereihe «Das Monatsmagazin» 1978 ausstrahlte.
Der aus einer Bauernfamilie aus Soglio (Bergell) stammende Samuele Giovanoli (1877-1941) begleitete mit elf Jahren zum ersten Mal seinen Vater, der im Sommer das Vieh auf die Alp ins Fextal trieb. Für den Jungen war es Liebe auf den ersten Blick für das sonnige Tal, in dem er sich mit 18 Jahren niederliess und den Rest seines Lebens verbrachte. Giovanoli war ein ausserordentlich sensibler Geist mit ausgeprägtem Wissenshunger und philosophisch-literarischen Interessen. Er lernte Deutsch, um Nietzsche, Goethe und Schiller in der Originalsprache lesen zu können. Das Malen, das er erst zehn Jahre vor seinem Tod autodidaktisch erlernte, wurde ihm zum idealen Ausdrucksmittel seiner Ideenwelt und seiner Gefühle. Giovanolis Gemälde erzählen von seiner grossen Liebe zur Engadiner und Fexer Natur, aber auch von seiner Einsamkeit in ihr. Sie drücken das Grundgefühl des Malers aus, von Rätseln und Geheimnissen umgeben zu sein, und sein Bedürfnis, diesen Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Es lohnt sich, den Untiefen nachzuforschen, die in seinen als «Paradiesbilder» bekannt gewordenen Darstellungen der Natur mitschwingen und das vermeintlich Idyllische in eine enigmatische, zuweilen auch unheimliche Atmosphäre tauchen.
Zu Lebzeiten verkannt und nach dem Tod zunächst vergessen, ist Giovanoli heute als ein Vertreter der Schweizer Naiven Malerei über die Kantonsgrenzen
hinaus bekannt und geschätzt.
An den Vortrag schliesst der 20-minütige Dokumentarfilm «Samuel Giovanoli» an, den das Schweizer Fernsehen DRS als eine Folge der Sendereihe «Das Monatsmagazin» 1978 ausstrahlte.
Additional Information
- Details:
- Veranstaltungsort/Treffpunkt:
- Hotel Waldhaus, Sils
Location
Ort: Hotel Waldhaus Sils, Sunny Corner
Einlass: Bitte bringen Sie Ihre Reservationsbestätigung mit.
Einlass ca. 15 Minuten vor der Veranstaltung
Tagungspässe können nur telefonisch bei Sils Tourismus unter tourismus@sils.ch oder telefonisch unter 081 838 50 90 reserviert werden.
Im Online Vorverkauf sind nur Einzeleintritte für die Veranstaltungen im Waldhaus verfügbar.
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